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Biomüllqualität muss verbessert werden

20.11.2018

Plastiktüten und sogenannte kompostierbare Biomüllbeutel sollen aus den Biotonnen verschwinden.

Den Ulmer Biomüll zu hochwertigem Kompost zu verarbeiten, wird immer aufwändiger. Schuld daran sind in erster Linie Plastiktüten und sogenannte kompostierbare Biomüllbeutel und Stärketüten. Die Tüten werden häufig zusammen mit den in der Küche gesammelten Bioabfällen in der Biotonne entsorgt. Diese Fremdstoffe verschlechtern die Qualität des aus den Bioabfällen hergestellten Komposts erheblich. 

Um die Qualitätskriterien der Kompostgütegemeinschaft zu erreichen, müssen die Plastiktüten im Kompostwerk mit großem Personal- und Maschineneinsatz aussortiert werden. Die daraus entstehenden Mehrkosten gibt das Kompostwerk seit einigen Monaten an die EBU und somit an die Gemeinschaft der Gebührenzahler weiter. Die sogenannten kompostierbaren Biomüllbeutel und die Stärketüten sind nicht zugelassen. Auch sie enthalten Kunststoff und können deshalb nicht vollständig verrotten. So bleiben nach der Kompostierung von diesen Beuteln kleine Kunststoffteilchen im Kompost übrig. 

Wenn der Biomüll in einer Kunststofftüte gesammelt wird, dann muss der Biomüll aus der Tüte in die Biotonne geleert werden und die verschmutzte Plastiktüte in den Restmüllbehälter geworfen werden.

Die EBU möchten zusammen mit den „Biomüllsammlern“ die Biomüllqualität verbessern. 

Deshalb starten die EBU eine Informationskampagne. Im ersten Schritt wird auf den Recyclinghöfen und den Müllfahrzeugen mit Plakaten dafür geworben, Bioabfälle nur mit Zeitungspapier oder Papiertüten in die Biotonne zu geben. Ein Informationsblatt zur richtigen Befüllung der Biotonne ist bei vielen städtischen Dienststellen und auf den Recyclinghöfen erhältlich. Hier  können Sie das Informationsblatt herunterladen.

Wenn dies nicht zur gewünschten Verbesserung der Biomüllqualität führt, werden in einem zweiten Schritt alle Haushalte und Betriebe, die eine Biotonne nutzen angeschrieben und gezielt informiert.

Die EBU behalten sich vor, in einem dritten Schritt Kontrollen der Biotonnen vorzunehmen und bei Fehlbefüllungen die Behälter nicht zu leeren.

Biomüll